Wir erklären die Widerstandsgrade nach
„Ob zu Hause, im Unternehmen oder in der Behörde – der Schutz von Werten und sensiblen Gütern erfordert die richtige Sicherheitslösung. Ein Tresor, in der Fachsprache Wertschutzbehältnis oder -schrank genannt, ist dabei das Herzstück des physischen Schutzes. Dabei ist nicht nur die stabile Bauweise entscheidend, sondern besonders auch die Qualität des Schlosses und dessen fachgerechte Montage.“
EN 1143-1 und EN 1300: Die maßgeblichen Standards für Tresore und Schlösser
Eine entscheidende Rolle spielen dabei die europäischen Normen, insbesondere die EN 1143-1 für Wertschutzbehältnisse und die EN 1300 für Hochsicherheitsschlösser. Sie dienen als verlässliche, international anerkannte Goldstandards, die die Widerstandsfähigkeit gegen Einbruchsversuche quantifizierbar machen. Die Zertifizierung eines Tresors oder Hochsicherheitsschlosses durch unabhängige Prüfinstitute wie die VdS Schadenverhütung GmbH oder die Zertifizierungsstelle ECB • S der European Security Systems Association (ESSA) ist von größter Wichtigkeit, da die Einhaltung dieser Normen die grundlegende Voraussetzung für festgelegte Versicherungssummen darstellt. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die endgültige Absicherung immer mit der jeweiligen Versicherungsgesellschaft abgestimmt werden muss.
Klassifizierung und Widerstandsfähigkeit
Ein Tresor oder Tresortüren werden nach der europäischen Norm EN 1143-1 in verschiedene Widerstandsgrade von I bis VI (Wertschutzbehältnisse) und VII bis XIII (Wertschutzräume) unterteilt, wobei die Klasse I den geringsten und die Klasse XIII den höchsten Widerstandsgrad kennzeichnet. Diese Einstufung ist das Ergebnis eines umfassenden Aufbruchstests, der von den oben genannten Prüfinstituten im Rahmen eines Zertifizierungsprozesses durchgeführt wird.
Welches Schloss ein Tresor oder eine Wertschutztüre benötigt, hängt vom Widerstandsgrad des Tresors oder der Türe ab. Je höher die Klassifizierung, desto anspruchsvoller sollte auch das Schließsystem sein. Hochsicherheitsschlösser werden auf europäischer Ebene nach EN 1300 in A, B, C und D zertifiziert und entsprechend klassifiziert. Im deutschsprachigen Raum sind außerdem die Klassifizierungen 1, 2, 3, und 4 gemäß VdS etabliert. Die Zertifizierung erfolgt auch hier gemäß EN 1300.
Neben der genannten Norm, können Hochsicherheitsschlösser heutzutage auch zusätzlich für einen Netzwerkbetrieb zertifiziert werden, wofür die Normen VdS 3841 und EN 17646 die modernsten Anforderungen an digitaler Sicherheit gewährleisten. Je nach Sicherheitsgrad des Wertschutzbehältnisses wird ein Tresorschloss oder gegebenenfalls mehrere Schlösser in einer festgelegten Mindest-Schlossklasse VdS 2 (B) / 3 (C) / 4 (D) benötigt.
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